Oderpartnerschaft Oderpartnerschaft
Deutsch | Polski   

Die Chancen des vereinten Europas nutzen - Das Förderprogramm "Netzwerkbildung Mittel- und Osteuropa" der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Berlin

Ziele

Das Förderprogramm "Netzwerkbildung Mittel- und Osteuropa" untersetzt die Berliner Strategie für die interregionale und transnationale Zusammenarbeit. Sie wird über den EFRE aus dem Berliner Operationellen Programm "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" (Ziel 2) ko-finanziert.

Gefördert werden können:

  • der Aufbau eines wirtschaftbezogenen MOE-Netzwerkes, insbesondere zur Unterstützung der Zusammenarbeit im Rahmen des interregionalen Netzwerkes der Oder-Partnerschaft,
  • der Ausbau der Kooperation zwischen Berliner Unternehmen und Unternehmen aus den MOE-Ländern,
  • der Ausbau der Zusammenarbeit im Bereich Technologietransfer zwischen Berliner Einrichtungen und Partnerinstitutionen in MOE-Ländern, insbesondere mit Bezug auf die Oder-Partnerschaft,
  • Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftbezogenen Infrastruktur, insbesondere zur Stärkung der Zusammenarbeit im Rahmen der Oder-Partnerschaft,
  • unternehmensbezogenen Kooperationsbörsen in den Berliner Kompetenzfeldern mit Partnern aus MOE-Ländern, sofern nicht über das Förderprogramm "Neue Märkte erschließen" finanzierbar,
  • die Gestaltung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums beiderseits der Oder.

Zielgruppe(n)

Gefördert werden Projektvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie nicht-profitorientierter Einrichtungen und öffentlicher Einrichtungen der Wirtschaftsförderung.

Die Bewilligung von Anträgen setzt ein besonderes Landesinteresse voraus, das von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung geprüft wird. Ein Förderanspruch besteht nicht.

Förderhöhe

Die Förderhöhe ist einzelfallabhängig. Es gelten bei Anrechnung aller Förderanteile aus anderen Programmen die folgenden Höchstwerte:

  • Gewerbliche und Dienstleistungs-KMU: bis zu   50%
  • Nicht-profitorientierte Einrichtungen:        bis zu   80%
  • Öffentliche Träger:                                        bis zu 100%

Weitere Informationen:

Investitionsbank Berlin
IBB-Kundenberatung Wirtschaft: +49 30 2125 4747
www.ibb.de/MOE

Projekte

EUNOP - EU-Net Oderpartnership
Markterschließung Westpolen
e-Kom - Echtzeit-Reisenden-Information für die Oderregion
eCoach - Verbesserungen im Busfernreiseverkehr von und nach Mittel-Osteuropa

Oder-Kom - Runder Tisch Verkehr der Oder-Partnerschaft
Tourismuskooperation Berlin-Oder-Partnerschaft/Polen
Design Innovation & Exchange Programme | Berlin Wielkopolska 2011-2012

e-Kom - Echtzeit-Reisenden-Information für die Oderregion

Zur stärkeren Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb der Oder-Partnerschaft benötigen die Reisenden einfach zugängliche, grenzüberschreitende Informationen in der jeweiligen Landessprache. Ziel von e-Kom ist es, auf der Basis bestehender verkehrlicher Informationsangebote eine neue und innovative Form der Fahrgastinformation unter Einbeziehung von Echtzeit-Informationen zu entwickeln und einzuführen. So soll eine zweisprachige Informationsplattform entstehen, die den Reisenden über stationäres Internet oder internetfähige mobile Geräte (Handies, IPhone) umfassende Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln, ihren Fahrplänen und Tarifen zur Verfügung stellt.

Tests und Systemintegration auf beiden Seiten der Grenze sind wesentliche Aktivitäten im Projekt e-Kom. Dabei steht die Vermarktung und Einbindung der neuen Informationsplattform in andere verkehrliche und touristische Dienste für Internet und mobile Endgeräte auf beiden Seiten der Oder-Partnerschaft im Mittelpunkt.

Laufzeit 2009-2012
Budget 360.000 EUR
Lead Partner VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (Berlin-Brandenburg)
Internet -

nach oben

eCoach - Verbesserungen im Busfernreiseverkehr von und nach Mittel-Osteuropa

Trotz steigender Beförderungsleistungen fristet der Bereich des grenzüberschreitenden Busfernverkehrs immer noch ein Randdasein, was sich darin ausdrückt, dass die Qualität und der damit unmittelbar zusammenhängende Service oft zu Wünschen übrig lassen. eCoach setzt an den bestehenden Defiziten der Fahrgastrechte an und will im Verbund mit anderen Projektmodulen zu einer Verbesserung der Serviceangebote und Vernetzung im Sinne eines „Omnibusbahnhof der Zukunft“ beitragen.

Hintergrund der Aktivitäten ist, dass Berlins zentraler Omnibusbahnhof - der zahlenmäßig mit 3,2 Mio. Passagieren in 2007 die höchste Fahrgastanzahl in seiner bisherigen Entwicklung verzeichnete - mit der Aufhebung der bestehenden Restriktionen im Linienfernverkehr mit Bussen einen Bedeutungszuwachs als Ost-West-Drehscheibe erwartet. Eine zentrale Aufgabenstellung sieht Berlin daher in der Vernetzung der Zentralen Omnibusbahnhöfe im europäischen Maßstab. Die Philosophie des Gesamtkonzeptes besteht in der Entwicklung und Umsetzung eines modularen Systems sich ergänzender Elemente bzw. Teillösungen:

  • Das F&E-Projekt „ON-BOARD-UNIT“ widmet sich der Entwicklung einer On-Board-Unit, die neben der Fahrerunterstützung auch eine Echtzeitkommunikation im grenzüberschreitenden Busfernverkehr ermöglicht.
  • Das F&E-Projekt „ZOB.COM” liefert als weiteren Systembaustein eine echtzeitfähige Kommunikationslösung für Zentrale Omnibusbahnhöfe
  • In dem F&E-Vorhaben „VERBUNDPROJEKT“ sollen die Grundlagen für die Bereiche Sicherheit, Gepäckbeförderung, Ticketing erarbeitet werden. Innovative Lösungen werden hier vor allem für das Monitoring von begleiteten und unbegleiteten Gepäckstücken entwickelt.
Laufzeit 2010-2012
Budget 294.701 EUR
Lead Partner VPR - Verband Paneuropäischer Reisebusbahnhöfe e.V. (Berlin)
Internet -

nach oben

Oder-Kom - Runder Tisch Verkehr der Oder-Partnerschaft

Oder-Kom setzt die produktive gemeinsame Arbeit zur Verbesserung des deutsch-polnischen Bahnverkehrs im Rahmen des "Runden Tisches Verkehr" der Oder-Partnerschaft fort und vertieft sie zugleich. Die Erfahrungen der bisherigen Kooperation wurden genutzt, um ein Gremium zu schaffen, das die bilateral zwischen den Akteuren ablaufenden Abstimmungsprozesse durch einen begleitenden, themenübergreifenden und multilateralen Informations- und Diskussionsprozess unterstützt.

Unter Mitwirkung des Berliner Senats, Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsens sowie der Marschallämter der westpolnischen Wojewodschaften übernimmt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) die Rolle der Geschäftsstelle, die die Arbeit inhaltlich und organisatorisch vorbereitet und begleitet. Die künftige Formel des "Runden Tisches" sieht jeweils eine Vertretung des polnischen Infrastrukturministeriums (MI) und des deutschen Bundesministeriums für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung (BMVBS) vor, um die nationalen Entscheidungsträger stärker in den Austauschprozess einzubeziehen.

Es ist vorgesehen, dass das Plenum des "Runden Tisches" zweimal pro Jahr in Deutschland und Polen zusammenkommt, um die anstehenden Aufgaben im deutsch-polnischen Grenzverkehr zu erörtern. Zugleich versteht sich der „Runde Tisch Verkehr“ als Plattform für die Entwicklung belastbarer Kontakte zwischen den Akteuren und für umfassende Informationsvermittlung an alle beteiligten Partner.

Anknüpfend an die bisherigen Erfolge (z. B. Berlin-Stettin-Ticket) strebt der „Runde Tisch Verkehr“ die Lösung der verkehrstechnischen Engpässe an, die im großen Raum der Oder-Partnerschaft bisher nicht zufriedenstellend behoben werden konnten.

Laufzeit 2011-2013
Budget 375.000 EUR
Lead Partner VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (Berlin-Brandenburg)
Internet -

nach oben


Tourismuskooperation zwischen Berlin und den polnischen Regionen der Oder-Partnerschaft

Der Tourismus in Berlin boomt: bereits dieses Jahr wird die magische 20 Millionen Grenze, was die Übernachtungsstatistik anbelangt, frühzeitig erreicht werden. Je länger ein Gast bleibt und je weiter seine Anreise, desto mehr spielt die Umgebung einer Stadt und deren Ausflugsmöglichkeiten und Angebote für ein komplettierendes Programm eine Rolle. In der Vergangenheit gab es deshalb verschiedene Kooperationen und Aktivitäten zwischen visitBerlin und deutschen Leistungsträgern in der Oderregion. So wurde z.B. mit Rostock der Kreuzfahrt-Markt in den USA bearbeitet, mit Dresden auf dem russischen Markt kooperiert und mit Tourismus Marketing Brandenburg GmbH eine Vielzahl von Veranstaltungen gemeinsam durchgeführt. Was es jedoch nur vereinzelt gab, waren gebündelte Aktivitäten mit den polnischen Partnern der Oderregion.

Ziel des Kooperationsprojektes von visitBerlins ist es, sowohl die Oderregion als auch die Stadt Berlin, die für diese Region nicht zuletzt auch durch den Flughaben Berlin-Brandenburg International eine starke Hub-Kraft hat, verstärkt in das Bewusstsein der an ihr liegenden Städte und Regionen – vor allem in Polen – zu bringen. Die Region soll außerdem bei Besuchern aus Dritt- und Überseemärkten, beispielsweise Russland oder den USA, als Regionen übergreifendes Ausflugsziel und Programmbaustein eines Berlin-Besuchs etabliert werden.

Dem Aufbau eines Kooperationsnetzwerks zwischen den touristischen Leistungsträgern in Berlin und den Nachbarstädten kommt im Projekt eine wesentliche Rolle zu, um durch diese grenzüberschreitende wirtschaftsbezogene Vernetzung innovative und stabile Instrumente für touristische Produktentwicklung zu schaffen. Hierdurch soll besonders auch die touristische Infrastruktur der Region – betreffend Straße, Bahnverkehr und Wasserwege – gestärkt werden. Hilfreich ist hierfür, dass die DZT (Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.) und POT (polnisches Fremdenverkehrsamt) bereits ein Abkommen bezüglich einer engeren Zusammenarbeit für die Oderregion unterzeichnet haben.

Aber auch die Schaffung von Netzwerken außerhalb der touristischen Partner soll durch Präsentationen und themen- und fachbezogene Diskussionsrunden für die regionalen Medien in den polnischen Städten Poznan, Breslau und evtl. Stettin im zweiten Schritt intensiviert werden. Beispielsweise zum Thema „Veranstaltung von Fußballmeisterschaften“ kann Berlin sehr gute Erfahrungen mit der Ausrichtung der WM 2006 einbringen, da Polen vor der Organisation der EM 2012 steht. Aber auch das Thema „Kultur/Musik“ bietet sich zwischen den Städten der Region an. Mit dieser Mischung aus Erfahrungsaustausch und Kontaktschaffung richten sich die Netzwerkaktivitäten insbesondere an die Medien um deutlich zu machen, dass zu dieser Art von Event/Thema Kooperation und enger Informationsaustausch in der Oderregion angestrebt wird.

Die grobe Zeitplanung sieht für das erste Jahr - 2011 - vor, das allgemeine Image Berlins zusammen mit dem Image der Oderregion als Marke intern (Oderregion) und extern (Drittmärkte) zu stärken und gemeinsam an konkreten touristischen Programmbausteinen und buchbaren Angeboten zu arbeiten. Begleitet wird dies durch gemeinsam erarbeitete Imagebroschüren, Internetinformationen zur Region, Pressereisen für Journalisten, gezielte Messeauftritte und Road Shows auf den Drittmärkten USA und Russland sowie Informationen für dortige Reiseveranstalter.

Für das Jahr 2012 soll die Vermarktung und Platzierung von grenzüberschreitenden buchbaren touristischen Angeboten in den zuvor festgelegten Drittmärkten (ggf. USA und Russland) hinzukommen.

Die Oder-Region und die gemeinsam entwickelten Tourismusangebote werden Gegenstand der ITB Präsentation 2012 sein.

Des Weiteren werden im Laufe des Jahres polnische, amerikanische und russische Reiseveranstalter und Reisebüros nach Berlin eingeladen, denen dann jeweils ein grenzüberschreitendes Programm (Programmbausteine) angeboten wird.

Das Projekt wird gegen Ende die beteiligten Partner zu einem Abschlussevent nach Berlin einladen, die Ergebnisse auswerten und über eine Weiterführung und Vertiefung der Kooperationen entscheiden.

Laufzeit 2011-2012
Budget 240.000 EUR
Lead Partner visitBerlin (Berlin Tourismus & Kongress GmbH)
Internet -

 nach oben

Design Innovation & Exchange Programme | Berlin Wielkopolska 2011-2012

Das Kooperationsprojekt „Design Innovation & Exchange Programme | Berlin Wielkopolska 2011-2012“ wurde 2011 durch das IDZ Berlin und die Stiftung Pro Design aus Posen ins Leben gerufen und wird mit EFRE- und Landesmittel der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung in Berlin finanziert. Es dient der Entwicklung der deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen, insbesondere soll es für die polnische Industrie den Wert von Design als Wirtschaftsfaktor aufzeigen und nutzbar machen. Für die Berliner Designwirtschaft bietet es die Chance eines Markteintrittes in Polen und stärkt damit die Wirtschaftskraft der Berliner Kreativwirtschaft.

Hintergrund der Initiative ist auf der einen Seite die hohe Konzentration talentierter Gestaltern/innen in Berlin, auf der anderen Seite der Bedarf an professionellen Designleistungen seitens polnischer Unternehmen. Die nahe gelegene Region Wielkopolska ist eines der wichtigsten Produktions- und Wirtschaftszentren Polens. Die Anbahnung gegenseitiger Kontakte bietet sich somit an. Hauptziele der Initiative sind dementsprechend die Schaffung grenzüberschreitender Netzwerk-Kontakte und das Anbahnen konkreter professioneller Zusammenarbeit.

Mehr Informationen über das Projekt finden Sie im Bereich Themen und Leitprojekte.

Laufzeit 01.01.2011-31.12.2012
Budget 124.318,50 EUR
Lead Partner IDZ Internationales Designzentrum e.V.
Internet -

nach oben